„LOVE LETTERS“ von A. R. GURNEY

Ein außergewöhnlicher Theaterabend mit LOU HOFFNER und HANSI KRAUS

Das Stück beginnt im April 1937 mit der Geburtstagseinladung von Melissa Gardner für Andrew Makepeace, dem Dritten, ihrem Mitschüler in der zweiten Klasse.
Es entwickelt sich eine dramatische Liebes - Beziehungsgeschichte. Ein Mit-, Aus- und wieder Zueinander. Sie teilen ihr Leben, fast nur schriftlich, in Form von Briefen und kurzen Mitteilungen. Und jeder versucht auf eigenen Beinen zu stehen.
Während er mit 55 Jahren ein gefeierter, erfolgreicher Anwalt und Poltiker ist, schlägt sie sich als Künstlerin eher schlecht als recht durchs Leben.
Er hat sich eine Familie mit Hund geschaffen, sie hat den Alkohol zu ihrem ständigen Begleiter gemacht. Er eher zurückhaltend und kontrolliert, sie immer exzessiv bis zum Ende?? ...

Love Letters, das 1988 uraufgeführte Stück des amerikanischen Dramatikers Albert Ramsdell Gurney, ist ein Kammerspiel der großen Gefühle und kleinen Gesten. Es gilt unter Kritikern als eines der besten amerikanischen Stücke der achtziger Jahre. Mit Scharfblick schaut Gurney hinter die Fassade von Wohlhabenheit und gesellschaftlichem Image.

Ein Stück über die Liebe, die Liebe zu Briefen, zum Schreiben und Lesen. Ein leiser, intimer, berührender Abend.

 

 

 

Anfragen und Konditionen:

- Kostenteilung der Eintrittsgelder 80 / 20 (VB) abzgl. 10 % für Verlagsrechte

- 1 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer

- Bühnenanweisung senden wir Ihnen gern zu

- Werbung erfolgt in Kooperation mit örtlichem Veranstalter, Plakate werden gestellt

 

 

 

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Bette und Joan

Manon Straché und Désirée Nick gastierten am 1.11.2016 im Wolfsburger Theater mit einem Stück von Anton Burge

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Im Sommer dieses Jahres wurde das Stück Bette und Joan im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht. Eine jetzt anschließende Tournee führte die beiden Hauptakteurinnen Manon Straché und Désirée Nick nach Wolfsburg. Dem Regisseur Folke Braband ist eine ausgefeilte und raffinierte Inszenierung gelungen. Die Handlung ist denkbar einfach. Zwei alternde Hollywooddiven Joan Crawford und Bette Davis erhalten noch einmal die Chance ihres Lebens als ihnen der Filmstoff Was geschah wirklich mit Baby Jane angeboten wird. Das Zweipersonenstück vermischt Fiktion, Realität und Klischees auf einmalige Weise. In zwei Stunden erlebt das Publikum wie zwei Filmstars am Set während der Dreharbeiten miteinander umgehen. Nicht nur das eigentliche Spiel auf der Bühne, vielmehr die durch Nick und Straché nachgespielten Filmszenen, die geschickt immer wieder im Hintergrund in kurzen Sequenzen eingespielt werden, rufen beim Zuschauer Gruseln hervor. Die frappierende Ähnlichkeit von Manon Straché mit ihrer Kollegin Bette Davis ist gerade in diesen Szenen außerordentlich und wohl vom Regisseur gewollt.

Die Handlung selbst ist Zickenkrieg und gnadenlose Abrechnung der beiden Stars miteinander. Manon Straché wächst mehrfach an diesem Abend über sich hinaus. Bis in die Fingerspitzen ist sie Bette Davis und zieht das Publikum in ihren Bahn. Neben ihren Fernsehrollen erlebt man hier eine große Theaterschauspielerin. Désirée Nick verblasst dagegen. Die eher als Talkgast und Dschungelkönigen bekannte Akteurin spielt eigentlich nur sich selbst. Aber hat das nicht Joan Crawford auch immer getan?

 

 

 

Foto: Timmo Schreiber

Verblüffende Ähnlichkeit mit den Originalen Désirée Nick und Manon Straché in nachgespielten Filmszenen, die im  Hintergrund des Bühnengeschehens laufen

Streckenweise hat das Stück Längen, gerade wenn Nick anfängt in ihrem verblassten Ruhm als Crawford zu baden. Die Rolle der Bette wird menschlicher gezeichnet, gerät nicht zur Kunstfigur wie die ihrer Gegenspielerin.

Ob ein Theaterstück dieser Machart noch zeitgemäß ist sei dahingestellt. Das überwiegend ältere Publikum scheint zum Teil betroffen und in den Bann vergangener Hollywoodlegenden gezogen. Jüngere Zuschauer sind an diesem Abend die Ausnahme. Insgesamt ist Bette und Joan aber perfektes Theater, das nichts Anderes als unterhalten will.