PRESSESTIMMEN

Der Apfel fällt doch weit vom Stamm   NDZ 19.05.2018/Petra Neumann

Johannes Hallervorden hatte Premiere mit dem Einpersonenstück „Der letzte Raucher“ im KULT/Schimmelhof am vergangenen Mittwoch

Auch auf der Theaterbühne ist die Diskussion des Rauchens nun eingezogen. Die ursprüngliche Buchvorlage „Der letzte Raucher“ von Mark Kuntz wurde von Kai-Uwe Holsten zu einem Bühnenstück bearbeitet. Die Regisseurin Irene Christ hat dieses Thema jetzt realisiert.

Johannes Hallervorden zeigt eine große Bandbreite seines Könnens. Er spielt und singt. Fast glaubt man, dass er sich selbst inszeniert. Vom ersten Augenblick an hat dieser Jungakteur die Fäden der Marionette Publikum fest in der Hand und lässt diese neunzig Minuten lang nicht los. Auch wenn seine Mimik und Stimme gelegentlich an seinen berühmten Vater Dieter Hallervorden erinnert, agiert hier eine ganz eigene Persönlichkeit und gestaltet den Abend zu einer One-Man-Show. Hinreißend ist die Szene als er das Öffnen einer Zigarettenschachtel und den damit verbundenen ersten Zug am Glimmstängel in einen Vergleich zum Telefonsex bringt. Im Verlauf des Stückes nimmt die Anzahl seiner Zigaretten ab und die Promilleanzahl zu. Hallervorden spielt diese schleichende Entwicklung mit viel Einfühlungsvermögen und Glaubwürdigkeit. Spätestens mit diesem Stück muss er zu den Großen unter den Kollegen seines Genres gezählt werden.

Der Regisseurin Irene Christ ist ein leichtfüßiger Abend über ein bewegendes Thema gelungen. Mit viel Liebe zum Detail und einer wunderbaren Führung ihres Mimen hat sie das Premierenpublikum im Sturm erobert. Auch wenn die Dramaturgie zum Ende hin etwas schwächelt, da der Betrunkene plötzlich wieder nüchtern erscheint, hat man sich hier mit einem ernsten Thema beschäftigt, das, nicht nur Betroffene, ohne erhobenen Zeigefinger zur Nachdenklichkeit aufrüttelt. Die Schwierigkeit ein Einpersonenstück in Szene zu setzen ist mehr als gelungen.

Auf den dritten Teil des Abends waren die knapp hundert Zuschauer besonders gespannt. Der Organisator des Gastspiels Hans-Peter Schmidt-Treptow bat den Hauptdarsteller und seinen Vater Johannes Hallervorden zum Talk auf die Bühne.

Humorig aber auch hintergründig und manchmal leise stellten sich die Schauspieler den Fragen des Moderators. Auch hier überzeugte der Jungmime durch Schlagfertigkeit. An Dieter Hallervorden fiel besonders die Sensibilität auf, mit der er sich zum Thema Demenz äußerte, ging es doch in seinem letzten Filmerfolg „Honig im Kopf“ darum. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er auch dem Publikum die Möglichkeit gab Fragen zu stellen, da es hinlänglich bekannt ist, dass er ungern in Talkshows auftritt.    

  

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Der Raucher, der Geächtete

Von Martin Jasper

17.05.2018 - 18:43 Uhr  BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG

Braunschweig Unauffällig hockt der weißbärtige alte Mann mit einem Glas Wasser in der letzten Reihe des Kult-Theaters. Blickt wohlgefällig zur Bühne. Zu seinem Sohn. Lächelt still.

Und der schlägt sich ja auch tapfer. Johannes Hallervorden spielt das Solostück „Der letzte Raucher“ von Marc Kuntz. Groß und schlank und äußerlich wenig ähnlich dem berühmten Didi-Dad. Aber im mitunter spitzmündigen Sprechduktus und dem kollernden Lachen durchaus doch. Er ist ein Partygast, der mit 27 Zigaretten eine ganze Nacht lang auf dem Balkon vergessen wird. Seine Reflexionen über den gesellschaftlichen Status eines Geächteten, über die erste Zigarette, die Zigarette danach, die anarchische Rauchfreiheit in Rumänien treffen durchaus wohltuend moralinfrei, wenn auch nicht rasend originell den schmerzenden Nerv des aussterbenden Typs Marlboro-Man.

Allerdings auch erstaunlich nikotinarm. Die Sucht, die Gier, die Panik angesichts der leerer werdenden Schachtel nimmt man dem gut gelaunten Schlacks schwerlich ab. Eine Art Fitness-Raucher. Didi war aber stolz.

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Johannes Hallervorden feiert in Hannover Premiere  (Hannoversche Allgemeine 19.05.2018/Bra

Hannover feierte am Dienstagabend eine Premiere: Johannes Hallervorden spielte zum ersten Mal sein Solo-Debüt „Der letzte Raucher“. Mit im Publikum: Vater Dieter Hallervorden.

Gegenseitige Unterstützung: Wie Johannes seinen Vater Dieter Hallervorden hier bei der Premiere dessen Films „Ostfriesisch für Anfänger“ begleitete, kam dieser nun auch zur Premiere in Hannover.  Quelle: Britta Pedersen Hannover

Hektisch läuft Dieter Hallervorden aus dem Hannoversaal des Maritim-Airport-Hotels ein und aus, um die letzten Details mit dem Veranstalter zu klären. In wenigen Minuten beginnt schon die Premiere. Dann spielt sein 19-jähriger Sohn Johannes Hallervorden zum ersten Mal alleine auf der Bühne das Stück „Der letzte Raucher“. Papa Dieter nimmt Platz, etwas weiter hinten, genau in der Mitte. Da hat er die beste Sicht im luftig gefüllten Raum. 

90 Minuten lang spricht Johannes Hallervorden über das Raucherdasein. Der letzte Raucher ist auf einer Party von seinen Freunden auf dem Balkon vergessen worden und muss die Nacht dort ausharren –mit nur anderthalb Packungen Zigaretten. Ein Horrorszenario, das sich aber als Klammer für urkomische Kurzgeschichten entpuppt. „Konfuzius sagt: ‚Erst, wenn eine Mücke auf deine Hoden landet, lernst du deine Probleme ohne Gewalt zu lösen.’ Oder war das doch nicht Konfuzius?“ Das Publikum tobt. Papa Dieter krümmt sich vor Lachen. 

Seinen Vater kann Johannes Hallervorden nicht leugnen. Dieses Komische, diese Mimik. Wenn er auf der Bühne steht, die Augen zusammengekniffen und das Gesicht lang gezogen, ist das hallervordische in ihm allgegenwärtig. Und trotzdem hat er auf der Bühne seinen ganz eigenen Charakter. „Er ist so authentisch, so erfrischend und lustig“, erzählen zwei begeisterte Zuschauerinnen. Die meisten der etwa 100 Gäste hatten die Tickets gewonnen und wussten nicht so recht, was ihnen an diesem Abend erwartet – im Gegensatz zu seinem Vater ist Johannes Hallervorden noch relativ unbekannt. 

Dabei kann der 19-Jährige schon auf eine lange Schauspielkarriere zurückblicken. Er war drei Jahre lang an einer Berliner Kinder- und Jugendschauspielschule, stand mit 13 Jahren erstmals als Pirat vor der Kamera für die ZDF-Kinderreihe Terra Max, mit 16 folgte der Durchbruch beim Disney Channel. Die Miniserie „Binny und der Geist“, die in ganz Europa ausgestrahlt wurde, machte ihm zum Mädchenschwarm. Doch lieber steht er auf der Theaterbühne. Mit seinem Vater spielt er seit sechs Jahren in dessen Schlossparktheater in Berlin. Sein Traum: das Theater einmal übernehmen. 

An diesem Abend macht er also, was er am liebsten macht. Das Publikum hat er zum Ende des Stücks längst für sich gewonnen. Die Show führt er bei anschließenden Talk mit dem sichtlich stolzen Dieter Hallervorden fort. Auf jede Frage hat Johannes eine Gegenfrage oder eine lustige Anekdote. Manche kleine Diskussion führen die beiden, als ob sie am heimischen Küchentisch wären. „Wärst du fleißiger, könntest du besser Gitarre spielen. Naja viel mehr kannst du nicht über, weil du dir die Gitarre immer klauen lässt“, sagt Papa Dieter. „Das war nur ein Mal“, entgegnet Johannes. Streiten werden sie aber nicht, schließlich sind sie noch ein paar Wochen gemeinsam auf Tour. Am Mittwoch spielt Johannes Hallervorden dann in Brauschweig. Einige wenige Karten sind noch zu kaufen. 

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Qualmen mit Humor

Johannes Hallervorden gastiert mit „Der letzte Raucher“ und Vater Dieter im Teatro diVino.

Peiner Zeitung/Bernd Stobäus  19.05.2018

Dieter Hallervorden und Sohn Johannes beantworten nach der Theatervorstellung Fragen aus dem Publikum.  

Gewagt, gewagt! Aber Johannes Hallervorden bringt die Gäste zu Dauer-Lachsalven mit einem der nicht gerade beliebtesten Gesundheits- und Wohlfühlthemen hierzulande. Im Solo-Kabarett „Der letzte Raucher“ von Autor Mark Kuntz wird gequarzt, dass es nur so qualmt. Schauplatz ist das seit Wochen ausverkaufte Teatro diVino in Stederdorf.

Eine mit viel Applaus belohnte Leistung liefert der erst 19-jährige Hallervorden in einer eineinhalbstündigen Vorstellung ab. Begleitet wird er von seinem Vater Dieter, der nach dem kurzweiligen Zweiakter mit auf die Bühne kommt und mit seinem Sohn Fragen beantwortet.

Aber zunächst zieht Johannes Hallervorden am Glimmstängel und atmet tief durch: „Oh, tut das gut“, sagt er mit einem Gesicht, das tausend Bände spricht. „Das zieht hoch von dem Fußnägel bis in die Ohrläppchen.“ Doch bis dahin dauert es noch ein Weilchen. Denn am Anfang von „Der letzte Raucher“ – beim Abendessen mit Freunden – ist nichts mit Qualmen. Gezwungenermaßen wird er zum Zigarettchen auf den Balkon verbannt – und schwupps, ist die fröhliche Nichtraucherrunde in die nächste Kneipe weitergezogen und hat ihn draußen vergessen. Dummerweise ist auch noch die Balkontür zu.

Ausgerüstet mit 28 Kippen und einer Kiste Wein, richtet sich der Raucher auf eine lange Nacht ein. Und in blauen Tabakschwaden zieht seine Vergangenheit an ihm vorbei, die Hallervorden Junior formuliert wie eine Generalattacke mit amüsanten, nicht immer ganz ernst gemeinten Geschichten in Richtung Nichtraucher.

Klar, wird da in Gedanken noch einmal die erste Fluppe geraucht und es geht um jene berühmte danach... So einige Zuschauer grienen amüsiert und zustimmend in sich hinein. Aber Johannes Hallervorden bringt auch immer wieder muntere Ideen mit, um das Raucheruniversum zu beschreiben. Wenn er zum Beispiel mit dem Voice-to-Voice-Zigarettenautomaten reden muss und der ihn dusselig von der Seite anquatscht, dass Rauchen doch eigentlich ungesund ist. Oder wenn er Schullehrern, passend zur Zigarettenmarke, Hunde verpasst. „Dann haben sie einen Grund, zum Qualmen rauszugehen.“

Insgesamt ein amüsantes Programm, das Hallervorden souverän durchzieht. „Gut getroffen, ich erinnere mich an so manche Episode aus meiner Raucherzeit“, kommentieren zum Schluss die Gäste. Kleine Sprachhänger tun der Stimmung keinen Abbruch. Auch nicht, dass die zweite Hälfte zum Teil etwas schleppend ist.

Zum Schluss beantwortet Vater Dieter Hallervorden mit Sohn Fragen von Interviewer Peter Schmidt-Treptow und Publikum: „Johannes will seinen eigenen Weg gehen“, betont der Vater. Und er plaudert ein wenig über die Arbeit an seinen beiden letzten hoch gelobten Filmen „Sein letztes Rennen“ und „Honig im Kopf“ und dass er sich freut, auch einmal ins ernste Fach gewechselt zu haben. Auch dafür gibt es viel Beifall – obwohl einige Gäste dann doch eine kleine kabarettistische Einlage vom Vater oder beiden Hallervordens erwartet haben.

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Interview mit JOHANNES HALLERVORDEN

 

Qualität und Humor schließen sich nicht aus (von HPST)

 

Er zählt zu den hoffnungsvollsten Nachwuchsschauspielern Deutschlands. Wen wundert es, wenn man den Charaktermimen Dieter Hallervorden als Vater hat. Doch in seinem Wirken auf der Bühne und vor der Kamera hat er, trotz seiner Jugend, eine eigene Persönlichkeit entwickelt – Johannes Hallervorden! Im zweiten Teil des Abends gestalten Johannes und Dieter Hallervorden einen Bühnentalk.

 

? Sie kamen erst 2008 mit 10 Jahren nach Berlin, lebten davor überwiegend in Frankreich, wie frankophil sind Sie heute?

! Sehr, ich fühle mich der französischen Sprache stark verbunden und reise so oft es geht "nachhause" in die Bretagne!

 

? Bestimmte das Theater oder auch der Film schon als Kind Ihr Leben?

! Da wir ja die meiste Zeit in Frankreich waren eher weniger, das kam erst später, mit der Neueröffnung des Schlosspark Theaters.

 

? Wie macht man Menschen neugierig auf Bühnentücke, anders gefragt, wie suchen Sie Ihre Rollen aus, was sind für Sie Werte?

! Wenn ich ein Stück lese, frage ich mich immer: "Wenn ich Zuschauer wäre, würde ich das sehen wollen?" Das war beim "Letzten Raucher" zu 100% erfüllt, ich kann also einen humorvollen und qualitativ hochwertigen Abend nicht völlig ausschließen….

 

? Sie waren großartig in Stuttgart und Berlin in „Harold und Maude“, das ja bereits 1971 uraufgeführt wurde. Was hat Sie an der Rolle des Harold gereizt und wie zeitgemäß finden Sie den Film oder Stück heute noch?

! Harold hat einen sehr komplexen Charakter und ist ein hochintelligenter und sensibler junger Mann. Eine große Herausforderung war das allemal, aber sie war auch mit viel Spaß verbunden. Geschichten, wie diese werden immer aktuell bleiben!

 

? Gibt es eher Vorbilder für Sie im Leben oder im Beruf?

! Nein, von "Vorbildern" halte ich wenig. Ich strebe immer nach etwas Eigenem und hangele mich nicht an dem entlang, was andere getan haben. Wenn es ein Vorbild gibt, das man sich nehmen sollte, dann ist es die Hummel. Sie kann fliegen, obwohl das bei ihren Körperproportionen physikalisch und aerodynamisch theoretisch gar nicht möglich ist. Immer über sich hinauswachsen. Darum geht es!

 

? Wie glaubhaft ist für Sie Kritik, haben Sie manchmal den Eindruck, dass man Ihnen nicht weh tun will, weil Sie einen berühmten Vater haben oder entsteht schon der Eindruck, dass man sich mit Ihrer eignen Persönlichkeit/Kunst beschäftigt?

! Mit Kritik kann ich umgehen. Wenn sie sachlich formuliert ist und zu Verbesserungen anregt, nehme ich sie gern an und arbeite auch weiter an mir bzw. einer Rolle. Wenn aber ein sogenannter "Theaterkritiker", von dem man schon beim Lesen der ersten Worte merkt, dass er wohl im falschen Ressort gelandet ist, einen "Verriss" schreibt, und niemandem etwas Gutes lässt, dann kann man sowas nicht ernst nehmen. Das kommt mitunter leider auch vor.

 

? Welcher Reiz ist größer für Sie, der auf der Bühne zu stehen oder vor einer Kamera?

! Auf der Bühne! Es ist immer reizvoller und spontaner die Publikumsreaktionen direkt hautnah zu erleben und mit ihnen zu spielen!

 

? Wohin möchten Sie sich entwickeln? Sie haben ja auch musikalisches Talent …

! Es stehen alle Türen offen und wir werden sehen, wo es mich hintreibt. Von der Bühne bekommt mich aber niemand (lacht)! 

 

? „Der letzte Raucher“ … wie kam das Stück zu Ihnen oder Sie zu dem Stück?

! Meine Regisseurin, Irene Christ, hat mir und dem Theater das Stück vorgeschlagen.

 

? Rauchen Sie … noch?“

! Ja, der Nikotinsucht fröne ich dann und wann gern... ;-) manchmal sogar ausgiebig.

 

 

 

 

 

 

      

                                 

Der letzte Raucher

von Mark Kuntz – Bühnenfassung von Kai-Uwe Holsten

Zum Inhalt:

Haben die meisten Ihrer Freunde und Bekannten bereits aufgehört zu rauchen? Nur Ihnen ist das noch nicht ganz gelungen? 

Dann geht es Ihnen wie unserem 'Letzten Raucher', der auf einer Party vom Gastgeber zum Rauchen auf den Balkon geschickt wird... um nach einer Zigarettenlänge festzustellen, dass das angekündigte 'um die Häuser ziehen' leider gerade ohne ihn stattfindet. Ausgesperrt verbringt er die eiskalte Nacht auf dem Balkon. 

Zum Glück hat er (fast) genügend Zigaretten und wahnwitzige Geschichten auf Lager, um die schweren Stunden zu überleben - wenn auch nur sehr knapp... und eine Kiste guten Weins ist dabei auch recht hilfreich. Von einigen Ausbruchsversuchen abgesehen, kann so eine Nacht, so tröstet sich unser Raucher, ja dazu führen, das man 'eine Menge über sich herausfindet'... 

Humorvoller Abend über die Fallstricke des Rauchens.

 

Premiere am Schlosspark Theater: 22. September 2018

Johannes Hallervorden

Johannes Hallervorden, geboren an der schönen französischen Atlantikküste, schnuppert bereits seit dem Umzug nach Berlin 2009 Theaterluft und diese Welt wurde ihm zu einem zweiten zu Hause. So wurde auch der Wunsch geweckt, selbst Schauspieler zu werden.

Spätestens seit er 2015 für seine Rolle MELCHIOR in der Disney-Serie „Binny und der Geist" den Kinder-Medien-Preis DER WEISSE ELEFANT gewann und auch den GOLDENEN SPATZ, ist er in diesem Beruf angekommen. Seit dem Abitur 2016 widmet sich Johannes ganz dieser Passion.

HAROLD in „Harold and Maude" war seine erste große Theaterrolle, mit der er im September 2016 an den Schauspielbühnen in Stuttgart Premiere hatte und er war danach auch am Schlosspark Theater in dieser ganz besonderen Rolle zu sehen. Weiter ging es 2017 mit „Am Bildschirm Licht“ und seit November 2017 mit „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“.

Gleichzeitig dreht Johannes Hallervorden regelmäßig für verschiedene Film- und Fernsehformate und war zuletzt u.a. bei „In aller Freundschaft“ und „SoKo München“ zu sehen.

 

 

Dieter Hallervorden

Geboren 1935 in Dessau/Sachsen-Anhalt, studierte Dieter Hallervorden Romanistik, Publizistik und Theaterwissenschaften. Daneben gilt sein besonderes Interesse dem politischen Journalismus und Kabarett.

Mit 22 Jahren verließ er die damalige DDR und bekam sein erstes Theaterengagement an der Westberliner Tribüne. Als Autor und Schauspieler gründete er 1960 das satirische Kabarett DIE WÜHLMÄUSE, dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist. 1968 entdeckte ihn das Fernsehen. In dem berühmten TV-Film „Das Millionenspiel“ (Wolfgang Menge) spielt er einen eiskalten Killer, in dem Psycho-Thriller „Der Springteufel“ einen manischen Tramper.

Dem breiten Publikum wurde Dieter Hallervorden als Komiker bekannt durch die satirische NDR-Reihe „Abramakabra“, durch „Grand-Gala - 3 x klingeln“ (ZDF) und die SDR-Slapstick-Serie „Nonstop Nonsens“, die bis heute zu seinen größten Fernseherfolgen zählt.
„Nonstop Nonsens“ war gleichzeitig die Geburtsstunde seiner Slapstickfigur „Didi". So entstanden 26 Folgen „Die Nervensäge“ (ZDF 1985), Didi-Shows und 10 Kino-Filme, u.a. „Der Doppelgänger“ (1984), „Didi und die Rache der Enterbten“ (1985), „Der Experte“ (1988), „Bei mir liegen Sie richtig“ (1990), „Alles Lüge“ (1992).

Im Januar 1992 kehrte Dieter Hallervorden zu seinen Wurzeln, dem politischen Kabarett, zurück. Er gründete die Filmgesellschaft „HALLiWOOD" und produzierte 21 Sendungen des zeitkritischen Magazins „Spottschau“ für SAT1, sowie fast 100 Folgen „Hallervordens Spott-Light“ für die ARD.

Auszeichnungen: Bambi 1981, Telestar 1996, Kabarettpreis der Stadt Bernburg 2001, Deutscher Comedypreis 2003, Bayerischer Kabarettpreis 2005, 4x Goldene Comedy-Falle 2005 + 2006, Goldener Vorhang 2009 (Lebenswerk), Prix Pantheon 2009, BZ-Kulturpreis 2009, Steiger-Award 2009, Kabarettpreis Krefelder Krähe 2010, Goldener Vorhang 2011 + 2012 (Beliebtester Theaterschauspieler des Jahres), Verdienstorden des Landes Berlin 2012, Goldene Kamera 2013 (Lebenswerk), Jürgen von Manger-Ehrenpreis für sein Lebenswerk 2013, Jupiter-Award 2014, Deutscher Filmpreis Lola (Bester Hauptdarsteller, "Sein letztes Rennen"), Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder 2014,  Ernst-Lubitsch-Preis 2015, Romy 2015 (Bester Schauspieler, "Honig im Kopf"), Stern der Satire 2015, Deutscher Comedypreis 2015 (Erfolgreichste Kino-Komödie, "Honig im Kopf"), Sonder-Bambi - Ehrenpreis der Jury für "Honig im Kopf" 2015, Bayerischer Filmpreis 2015 (Publikumspreis für "Honig im Kopf"), Iffland Medaille 2016, Goldener Henne 2016 (Lebenswerk), Filmfest Teheran 2016 (Bester Darsteller, "Sein letztes Rennen"), Goldener Vorhang 2016 (Beliebtester Schauspieler des Jahres), Medienpreis für Sprachkultur 2016 sowie Ehrenmitgliedschaft im Verein Deutsche Sprache e.V. seit 2004.

Für die Hauptrolle in dem von der Presse umjubelten Kinofilm „Sein letztes Rennen“ (2013) wurde er 2014 mit dem Deutschen Filmpreis („Lola“) sowie beim Filmfest Teheran 2016 als bester Darsteller ausgezeichnet.

Seine Darstellung des demenzkranken Amandus im Kinofilm „Honig im Kopf“ (2014) wurde 2015 mit dem Bambi, dem Ernst-Lubitsch-Preis, der Romy, dem Deutschen Comedypreis und dem Bayerischen Filmpreis prämiert.

Es folgten die TV- und Kino-Filme „Chuzpe – Klops braucht der Mensch“ (2015), „Ostfriesisch für Anfänger“ (2016) und „Rock my Heart“ (2017), ab Oktober 2018 sieht man ihn im Kino in „Benjamin Blümchen“. Voraussichtlich ebenfalls 2018 wird der im Herbst 2017 abgedrehte TV-Film „Lüg mich an und ich heirate dich“ (Arbeitstitel) mit Veronika Ferres auf SAT1 ausgestrahlt.

 

 

 

 


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